Montageanleitung

 

Bitte lies diese Anleitung vor Verarbeitung unserer Produkte und halte Dich daran. Du erhältst hier die notwendigen technischen Informationen und Verarbeitungsrichtlinien für eine sach- und fachgerechte Verarbeitung. Wenn Du sie befolgst wirst Du lange Freude an Deinem Wandschutz haben.

 

Inhalt

1. Lagere das Material richtig

2. Suche das passende Werkzeug

3. Bereite deine Wand vor

4. Bereite dich vor

5. Bereite das Material vor

6. So gelingt die Montage

 

Allgemeine Voraussetzungen

Unsere Produkte sind nur für den Innenbereich bestimmt. Für eine Verwendung im Außenbereich übernehmen wir aufgrund der stark wechselnden Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie Sonneneinstrahlung und Frost für Material und Verklebung keine Gewährleistung. Verarbeite bitte keine Materialien und Klebstoffe, die nicht in dieser Anleitung gestattet werden. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann zu Schäden oder einem mangelhaften Ergebnis führen. In diesem Fall übernehmen wir keine Haftung für eventuelle Mängel oder Schäden.

1. Lagere das Material bis zur Montage richtig:

Bitte beachte folgendes für die Lagerung von Platten, Profilen und Kleber, wenn du das Material nicht gleich verarbeiten kannst:

Platten und Profile nur in liegendem/flachem Zustand lagern. Das heißt nach Ankunft bitte zeitnah auspacken. Bitte lass es auf keinen Fall tagelang im Karton, denn sonst wird das Material rund.

Nur in einem sauberen, frostfreien und trockenen Bereich lagern.

Lagern bei üblicher Raumtemperatur in Innenräumen zwischen 16°C - 27°C

Du solltest das Material nach Erhalt ein wenig akklimatisieren lassen. Das heißt auspacken und am besten in dem Raum liegen lassen, in welchem du es auch montieren möchtest. Wir empfehlen dir einen halben bis ganzen Tag. Besonders im Winter, wenn das Material lange beim Transport

der Kälte ausgesetzt war, ist es gut, wenn es sich vor dem Verkleben etwas entspannen kann.

 

2. Such dir das passende Werkzeug zusammen:

Hierbei kommt es ganz darauf an, was du bestellt hast und was du machen willst mit deinem Material. Wenn du dir zum Beispiel Lagermaterialien zum Basteln und Tüfteln bestellt hast, dann wirst du es vermutlich auch noch zurecht schneiden wollen. Wenn du dir bereits den Anfertigungs- oder sogar den All-Inklusive-Artikel bestellt hast und alles richtig gemacht hast, dann kannst du aufatmen und ab „fürs Kleben“ lesen. Die vorher genannten Werkzeuge wirst du dann höchstens für kleine Korrekturen benötigen.

fürs Schneiden:

Stichsäge

Multimaster oder Multitool

Tauchsäge

Durchlaufschere (Blechschere)

Cuttermesser mit Hakenklinge zusammen mit Anlegeschiene

 

für Ausschnitte (z. B. Steckdose):

65 mm Dosenbohrer (Kreisbohrer) mit Zentrierungsbohrer

Bohrmaschine oder ein leistungsfähiger Akkuschrauber

Stichsäge

Durchlaufschere (Blechschere)

 

fürs Kanten bearbeiten (z. B. Kante runden):

Cutter zum Abziehen

Entgratermesser

Oberfräse mit ¼-Stabfräser max. 3 mm Radius

 

fürs Kleben:

Wasserwaage

Zollstock oder Maßband

Bleistift zum Anzeichnen

Kartuschen- oder Schlauchpresse

Kleber nach Wahl

saubere Kartuschen- oder Schlauchspitze

Cuttermesser zum Öffnen der Kartusche, des Schlauchs und der Spitze

Spachtel (nach Bedarf z.B. B1/B2 für glatte Wände oder B3/B7/B8 für strukturierte Wände)

Eimer mit klarem Wasser

mehrere alte saubere Lappen

einen kleinen Küchenschwamm

bei lösemittelhaltigem Kleber empfehlen wir Reinigungstücher von Würth, da der Kleber mit Wasser nicht abzuwaschen geht und nach kurzer Zeit an der Luft fest wird

ein kleines Vierkantholz oder Metall zum Abziehen der Stöße

Malerkrepp

 

fürs Silikonieren:

Kartuschenpresse

Silikon nach Wahl

saubere Kartuschenspitze

Cuttermesser zum Öffnen der Kartusche und der Spitze

Fugenglätter oder geschickte Finger

Eimer mit Seifenwasser

etwas zum Abstreifen des überflüssigen Silikons, z. B. ein Stück alte Pappe

 

3. Bereite deine Wand vor:

Bitte prüfe zuerst den Untergrund! Wenn du auf einer Wand verkleben willst, prüfe die Tragfähigkeit:

bei neuem Trockenbau (z.B. Gipskartonplatten) solltest du vorher verspachteln, glatt verschleifen und abschließend alle Flächen sauber abwischen

bei frischem Putz (z.B. Gips, mineralische Oberputze, Silikat- / Harzputze etc.) solltest du warten bis der Putz durchgehärtet und ausdiffundiert ist (nach Herstellerangabe, abhängig von der Auftragsstärke).

entferne alle losen Anhaftungen wie Staub, lose Tapete oder abblätternde Farbe

bei einer reinen Putzwand solltest du prüfen ob sie sandet, dann solltest du vorher Tiefengrund streichen

gib der Grundierung genügend Zeit einzuwirken. Die Wand sollte wieder trocken sein bevor es losgeht

bei glatten Flächen, vor allem bei Schrank- und Tischflächen, entferne alle Rückstände z.B. Öl, Fett und Schmutz

grobe Unebenheiten solltest du vorher ausgleichen. Teste einfach ob deine Wandschutzplatte die Beschädigung genügend abdeckt, indem du sie vor

der Montage kurz auflegst und an dieser Stelle mit den Fingern eine leichte Druckprobe machst – zeichnet sich der Untergrund stark ab (nach eigenem Ermessen) – dann ausbessern, wenn nein, dann bei der Montage etwas mehr Kleber auf diese Stelle und gut.

Alle Elektroeinbauten musst du bitte am Sicherungskasten stromlos machen. Die Dosen und Schalterabdeckungen lässt du durch einen zugelassenen Elektriker ausbauen. Korrekt ist die Dose oder der Schalter ausgebaut, wenn die orange oder schwarze Unterputzdose zu sehen ist, aus der das Kabel frei rausguckt und mit Wagoklemmen gesichert ist. So kannst du dann die Platte „auffädeln“. Der Metalleinsatz und das Gehäuse können nach der Montage problemlos wieder montiert werden.

 

4. Bereite DICH vor:

Zieh dir lieber alte Klamotten an. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man beim Montieren immer sofort Kleber an den Händen hat. Und weil man weder loslassen möchte bevor das Material richtig an der Wand ist, noch beim Anreiben den Kleber auf der Platte verteilen möchte, schmiert man sich den am Besten an die Hose. Also nicht unbedingt die Designerjeans anziehen. Es sei denn du möchtest einen neuen Style kreieren. Wie das aussehen kann, siehst du in meinen Videos. Altes T-Shirt und Schuhe sind auch eine gute Idee. Man weiß ja nie. Und wenn du ganz sicher gehen willst, leg noch eine alte Decke auf den Boden für den Fall, dass es tropft.

 

5. Bereite das Material vor, wähle den passenden Kleber und trage ihn richtig auf:

✓ ACHTUNG: Die gute Seite der Platte ist die mit Maserung! Die Rückseite ist glatt! Bitte nicht falsch rum an die Wand, dann hast du beizeiten Kratzer drauf!

✓ ACHTUNG: wenn du mehrere Platten aneinander montieren möchtest, beachte bitte die Laufrichtung der Maserung. Die Struktur muss immer

✓ Die gleiche Laufrichtung haben sonst wirkt es an der Wand wie ein Farbunterschied (heller/dunkler).

Platte bitte vorher auf der Rückseite reinigen, wenn sich Staub angesammelt hat. Das geht leider schnell, da sich die Platten bis zur Montage leicht statisch aufladen.

Kleber immer auf die Platte.

Die Wahl für den passenden Kleber hast du im Besten Fall schon während deiner Bestellung richtig getroffen. Wenn du mehrere Klebersorten zur Auswahl bestellt hast oder eigenen Kleber verwenden möchtest, dann hier noch einmal kurz die wichtigsten Punkte:

✓ saugende Untergründe

- Putz (mit und ohne Tiefengrund)

- Papiertapete ohne Latexbeschichtung und

- gestrichene Wände (mit Farbe auf Wasserbasis)

➢ Kleber auf Wasserbasis, z. B. Otto Coll von Otto Chemie

 

✓ nicht saugende Untergründe

- Metalle

- lackierte Flächen

- Tapeten mit Latexbeschichtung und kunststoffveredelte Tapeten

- jegliche kunststoffhaltige Beschichtungen und

- Holzflächen

➢ Kleber auf Lösungsmittelbasis, z. B. Klebt & Dichtet von Würth oder FC11 von Sikaflex

 

Warum das so ist und welche Vorteile die jeweiligen Kleber haben, kannst du in meinem Blog nachlesen.

 

Wenn du dir unsicher bist ob du einen saugenden oder nicht saugenden Untergrund hast, lege bitte eine Probefläche an. Das kann auch für spezielle Untergründe, wie z.B. mit der Neigung zum Schwingen und/oder Schwinden wie beispielsweise bei Holz sinnvoll sein, um eine Verwendung im Einzelfall zu prüfen. Generell ist ein Hafttest an einer nichtsichtbaren Stelle zu empfehlen. Aber Achtung der Kleber hinterlässt Rückstände!

Bei Klebern auf Lösemittelbasis kann es hilfreich sein, sie vor dem Verarbeiten leicht anzuwärmen, da sie sich so besser aus der Kartusche drücken und auf der Platte verteilen lassen. Z.B. in warmem Wasser oder auf der Heizung. Bitte nicht wärmer als 30° C und nicht länger als 30 min.

HERSTELLERANGABEN BEACHTEN!

 

Verbrauch des Klebers ca. 300 ml/m² (ca. 1 Kartusche) je nach Beschaffenheit des Untergrundes. Je unebener desto mehr Kleber. Auch beim Verkleben von Winkeln solltest du etwas mehr Kleber verwenden, denn die müssen ganz schön was (aus-)halten.

 Tage den Kleber entweder in engen! Raupen oder vollflächig mit einem Zahnspachtel auf.

 

Raupenverklebung:

 

6. So gelingt dir die Montage kinderleicht:

Bitte versuche während der Montage und bis zum vollständigen aushärten des Klebers eine gleichmäßige und normale Raumtemperatur zu schaffen (ca. 16°C bis 27°C.)

Montiere Platten und Profile ab einer Länge von 2 m immer mit 2 Personen.

Markiere dir Orientierungspunkte an den Flächen die du verkleiden willst vorab mit Bleistift. Es geht leichter, wenn man einen Orientierungspunkt zum Anlegen hat.

Lege vorher mindestens einmal an um zu schauen ob alles passt. Wenn nicht korrigiere mit den oben genannten Werkzeugen.

Sollte es gar nicht passen und du weißt nicht warum oder du denkst, dass es ein Produktionsfehler ist, dann ruf uns an: 036651/654343

Wenn du noch Ausschnitte ins Material machen möchtest, z. B. für Steckdosen, Schalter, kleine Vorsprünge, Fensterbretter, dann miss es dir korrekt aus (Wasserwage und Hilfslinien helfen). Wie man Elektrodosenausschnitte korrekt ausmisst, findest du in unserer Aufmaßanleitung. Wenn du den Mittelpunkt der Dose auf die Rückseite deiner Platte übertragen hast, setze deinen Zentrierungsbohrer auf diesen Punkt und bohre mit dem 65 mm Dosenbohrer das Dosenloch von der Rückseite aus ein.

Ausschnitte für Elektrodosen (also Schalter und Steckdosen) sollten mit einem 65 mm Dosenbohrer gemacht werden. So bleibt das Innere immer für den Elektriker zugänglich. (Siehe Abschnitt „Bereite deine Wand vor:“)

Nochmal testen ob es passt! Wenn der Kleber erstmal dran ist, lässt sich schlecht was korrigieren.

Wenn alles passt, Kleber wie oben beschrieben drauf. Dann Platten oder Winkel am Rand festhalten und von der Markierung anfangend anlegen. Bei besonders großen Zuschnitten schön langsam machen und immer wieder schauen ob du noch gerade bist. Die Platte vom Ansatzpunkt her von einer zur anderen Seite langsam anheften. Noch nicht anreiben.

Wasserwaage auf die Oberkante und schauen ob du im Lot bist, wenn du keine andere Orientierung hast (z. B. Sockelleiste, Schranktürkante oder Tischplattenkante)

Wenn das Ergebnis noch nicht perfekt ist, dann noch mal vorsichtig schieben oder ziehen, wenn es komplett schief sitzt, dann noch mal ablösen und neu heften.

Wenn du zwei Elemente stoßen willst, dann wird das möglichst Kante an Kante ausgeführt. Dazu solltest du die erste Platte heften und perfekt ausrichten, am Stoß aber noch nicht so viel rumdrücken. Dann gleich die zweite Platte ansetzen und ebenfalls anheften und ausrichten. Die Hälfte der Platte die vom Stoß abgewandt ist, kannst du schon anreiben. Achte darauf, dass am Stoß auf beiden Seiten genug Kleber ist. Nimm einen sauberen Lappen und das Vierkantholz, wickle den Lappen darum und nun mit Gefühl mit einer glatten Seite von oben nach unten über den Stoß fahren. Ziel ist es, dass beide Platten die gleiche Höhe bekommen und so der Übergang kaum sichtbar ist (keine Schattenfuge). Wenn du mit dem Ergebnis zufrieden bist, dann kannst du beide Platten anreiben.

Die Platten reibst du am besten mit einem sauberen Lappen oder einer Andruckrolle an. Beim Reiben mit einem Lappen solltest du in kreisenden Bewegungen mit festem Druck von der Mitte der Platte nach Außen arbeiten. Achte darauf, dass du alle Bereich erwischst. Es ist wichtig, dass das Material eine vollflächige Haftung erreicht. Zum Schluss gehst du noch einmal kräftig mit dem Daumen am Rand entlang. Keine Sorge wenn Kleber austritt, den kannst du gleich zum Verfugen nehmen.

Tritt Kleber hervor, kannst du ihn wie folgt entfernen:

wasserlöslichen Kleber mit einem nassen Lappen oder Schwamm

wasserunlöslichen Kleber entweder vorsichtig z. B. mit dem Cuttermesser oder einem anderen glatten Gegenstand abnehmen. Achtung nicht breit schmieren, das geht ganz schlecht wieder weg. Am besten funktionieren unserer Erfahrung nach die Würth Reinigungstücher.

Für das Fugen der Ränder kannst du entweder den ausgetretenen Kleber verwenden (geht am besten bei wasserlöslichem Kleber) indem du mit einem nassen Schwamm so abwischst, dass eine saubere Fuge entsteht, oder du benutzt farbiges Silikon oder Acryl.

Wenn du einen freistehenden Kantenschutz montieren möchtest, dann kannst du im Grund wie mit einer Platte vorgehen. Wichtig ist, dass du einen dickeren Strang Kleber in die Mitte des Winkels aufbringst. So gleichst du auch Unebenheiten aus. Sollte der Winkel nach dem Anreiben nicht gleich durch die Erstklebekraft halten, kannst du ihn bis zum Aushärten des Klebers mit Malerkrepp fixieren.

Wichtig: alle Werkzeuge, die umliegende Wand und den Boden zeitnah von Kleber und Silikonresten säubern, sonst trocknet es fest.

 

Wenn du jetzt entweder immer noch oder erst so richtig Fragezeichen in den Augen hast, dann stell deine Fragen unter: 036651/654343.

Viel Erfolg! ✩

wünschen

Nancy & ihr Team